Durch die Methode des Biologischen Dekodierens wird Ihre jeweilige Symptomatik ganz anders betrachtet, als Sie es bisher gewohnt waren.
Denn wir fragen uns, aus welchem Grund Ihr Körper Ihnen genau diese Signale gibt und lernen zu verstehen, welchen biologischen Sinn Ihre Krankheit, Ihre Symptome oder auch Ihre Verhaltensweisen haben. Zuerst mag das recht abstrakt wirken, wird sich doch jeder sagen, dass eine Krankheit natürlich keinen tieferen Sinn haben kann.

Doch durch diese Methode entsteht eine neue und vollkommen logische Sichtweise auf das eigene Leben mit unseren Verhaltensweisen, unseren körperlichen und psychischen Symptomen bis hin zu unseren unheilbaren Krankheiten.

Lesen Sie zunächst ein kurzes Beispiel zur Hyperaktivität:

Ein Junge konnte nicht für einen kurzen Moment ruhig sitzen bleiben.

Während der Schwangerschaft hatte die Mutter bereits Kindsbewegungen gespürt, die dann wieder ausblieben. Plötzlich ergriff sie Panik und eilte in die Klinik, in der sofort eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt wurde. Als sie sah, dass das Baby sich bewegte, war augenblicklich Erleichterung und der Gedanke “Zum Glück, es bewegt sich!” da.

In diesem Moment registriert das Gehirn des Babys schon im Bauch der Mutter, dass es sich bewegen muss und auf keinen Fall damit aufhören darf, damit die Mutter beruhigt ist und man sicher sein kann, noch zu leben.
Die Angst der Mutter war natürlich, dass das Baby in ihrem Bauch nicht mehr leben würde.

Dem Jungen musste nur noch erklärt werden, dass er jetzt aufhören konnte, sich ständig zu bewegen, denn er muss der Mutter jetzt nicht mehr ständig beweisen, dass er noch lebt. Ganz im Gegenteil, sein Bewegungsdrang würde die Mutter nicht mehr beruhigen sondern nerven.

Als er verstanden hatte, dass er auch lebt, wenn er sich nicht bewegt, hörte er augenblicklich damit auf.

Hier sehen wir, dass sich bereits im Bauch der Mutter während der eigenen Schwangerschaft eine bestimmte Verhaltensweise, ein “Code”, gebildet hat, nach dem “man sich verhalten muss, um zu überleben”.

Unser Leben lang werden wir dieses codierte Verhalten wiederholen – bis es uns vor die unterschiedlichsten Herausforderungen stellt und wir beginnen (müssen) unser Verhalten zu überdenken.

Wenn Sie sich nach diesem einfachen Beispiel nun vorstellen können, Ihrer individuellen Problematik für einen Augenblick einen tieferen Sinn einzuräumen und es zumindest für denkbar halten, Ihre Lebensumstände nicht zufällig in ihrem Leben zu haben, dann begeben Sie sich auf einen Entdeckungspfad verblüffend-logischer Erkenntnisse.

Ursprung und Grundgedanke

Neuere wissenschaftliche Untersuchungsmethoden erlauben uns, die Gehirnfunktionen besser zu verstehen und mittlerweile ist es möglich, die Verbindungen zwischen psychologisch bedeutsamen Erlebnissen und Krankheiten bzw. körperlichen Symptomen zu erkennen.

Aus der Sicht des biologischen Dekodierens ist das Gehirn die Steuerzentrale aller im Körper ablaufenden Prozesse – es regelt und kontrolliert den gesamten Ablauf in unserem Körper: unsere Physiologie, unsere Krankheiten, unsere Gedanken und unser Verhalten.

Die wichtigste Aufgabe des Gehirns ist, sowohl das eigene Überleben aber auch das unserer gesamten Art sicherzustellen.

In Stresssituationen analysiert das Gehirn, das wie ein PC funktioniert, sofort alle ihm zur Verfügung stehenden und bisher gesammelten Erfahrungen, um daraus die bestmögliche Überlebensstrategie zu entwickeln.

In unserem Erleben stellt sich diese “Lösung” jedoch oft als Krankheit dar, obwohl sie biologisch gesehen durchaus einen Sinn ergibt.

Die Basis

Jeder Mensch hat bestimmte und individuelle Existenz- und Lebensbedingungen, die schon früh in unserem Gehirn gespeichert werden, da sie jedem Einzelnen auf genau diese Art und Weise zu seinem Überleben verholfen haben (siehe Beispiel Hyperaktivität); das gilt bereits für die Umstände zum Zeitpunkt der Zeugung, während der Schwangerschaft, im Verlauf der Geburt und in den frühen Jahren unserer Kindheit. Diese Bedingungen wirken wie ein immer wieder aktiv werdendes Programm bis zu dem Zeitpunkt, in dem wir uns der Zusammenhänge bewusst werden. Bis dahin ziehen sie sich rückblickend wie ein roter Faden durch unser Leben.

Das Gehirn versucht mit den Symptomen oder auch einer Krankheit auf der körperlichen Ebene eine Lösung für ein Problem zu erzeugen, das bisher weder mit dem Verstand, noch tatsächlich gelöst werden konnte.

Wir müssen uns also bei jedem Symptom fragen, inwiefern das Symptom oder das Verhalten dieses Einzelnen für sein biologisches Überleben nützlich ist. Treten Symptome auf der körperlichen oder psychischen Ebene auf, so passiert es auf genau diese Art und Weise, weil unser System glaubt, dass es in der jeweiligen Situation einen biologischen Sinn ergibt.

Der Ablauf

Es geht beim Biologischen Dekodieren nun darum, den Auslöser einer Erkrankung in der Lebensgeschichte und der Lebenssituation des Betroffenen aufzuspüren und so die Ursache zu finden, die der jeweiligen Krankheit diesen biologischen Sinn gibt. Die therapeutische Arbeit besteht darin, die programmierten Verhaltensmuster (Kodierungen) des Betroffenen zu identifizieren und zu entschlüsseln (dekodieren), um mit ihm gemeinsam andere, sinnvollere Reaktionsmöglichkeiten zu entwickeln.

Erkennen wir den tieferen Sinn eines Symptoms oder Verhaltens, können wir bewusst aus alten Verhaltensmustern aussteigen, die in den meisten Fällen bis dahin absolut unbewusst abliefen, aber biologisch sinnvoll zu genau dieser Erkrankung oder diesem Problem geführt haben. Die neu gewonnenen Erkenntnisse ermöglichen ein neues Bewusstsein für unsere Gesundheit und für unser Verhalten.

Manch einem genügt die reine Erkenntnis, um das „krank machende Verhalten“ augenblicklich zu unterlassen (s. Beispiel Hyperaktivität). Andere benötigen zusätzliche Unterstützung – beispielsweise durch die Kinesiologie, systemische Familienaufstellungen (hier fließt meine Arbeit ineinander), NLP, Klopfakupressur, Rückführungen u.v.m. Und wieder andere erweisen sich als eher resistent, weil es für sie überlebenswichtig zu sein scheint, keine Veränderung zulassen zu dürfen. Veränderung könnte biologisch gesehen bedeuten, sterben zu müssen. Hier hat sich die Methode der „Emotionalen Umkehr“ nach Dr. Jean Lerminiaux als sehr hilfreich erwiesen.

Die Emotionale Umkehr

Wie bereits weiter oben beschrieben, liegt die Ursache des jeweiligen Problems in unseren erlernten Verhaltensweisen und -mustern. Wie ebenfalls beschrieben, bilden sie sich aus unserem Erleben in der Kindheit. Hier werden sie „die Art und Weise, in seinem Leben zu stehen“ genannt. Damit gemeint ist die ganz persönliche, spezielle Art und Weise eines Menschen, sein Gang, seine Art zu sprechen, sich anzuziehen, zu essen – all das, woran wir eine Person wiedererkennen. Jeder Mensch hat sich seine eigene „Art und Weise, in seinem Leben zu stehen“ angeeignet, und zwar deshalb, weil ihm genau dieses -heutige- Verhalten damals am ehesten die Zuwendung seiner Eltern eingebracht hat.

Das biologische Bedürfnis eines Neugeborenen und eines kleinen Kindes ist die Zuwendung seiner Eltern, besonders die der Mutter, damit es überlebt. Wenn das Kind es schafft, die Zuwendung seiner Mutter zu „erlangen“, spürt es ein gewisses Vergnügen in sich, weil es so -und nur durch die Zuwendung seiner Mutter- überlebt. Das jeweilige Verhalten, das ihm Zuwendung (also das Vergnügen, so zu überleben) gebracht hat, wird von ihm automatisch beibehalten.

Künftig wird sich das Kind -und später der Erwachsene- immer auf genau diese Art und Weise verhalten, wenn es Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommen möchte. Dieses anfängliche Verhalten wird ständig wiederholt und im Laufe der Zeit zu der ganz eigenen Lebensweise.

Das liegt daran, dass Erlebnisse von einem Menschen in Bildern mit den dazu gehörigen Gefühlen abgespeichert werden. Er merkt er sich automatisch, was er künftig tun muss, um z. B. Zuwendung zu bekommen. Das daran gekoppelte Vergnügen („Zuwendung“, s. o.) ist der Antrieb, dieses Verhalten immer wieder zu wiederholen und unbewusst wirkt immer noch das „Vergnügen zu überleben“ von damals. Dieses grundlegende Vergnügen sichert den Antrieb, überhaupt weiterzuleben und will unbedingt immer wieder gefühlt werden. So bildet sich zu jedem entstehenden Verhaltensmuster automatisch immer ein bestimmtes -vollkommen unbewusstes- „Vergnügen“.

Nach und nach entsteht ein unveränderliches Verhaltensmuster, das später zwangsläufig auch die Art der Überreaktion in einer Stresssituation „festlegt“, in der eine körperliche Krankheit ausgelöst wird. So wird diese Lebensweise dann zum Problem, wenn die aktuellen Lebensbedingungen im Erwachsenenalter nichts mehr mit dem Erleben der Kindheit gemeinsam haben, obwohl das Verhaltensmuster immer noch „wie damals abläuft“.

In diesem Moment ist diese „angeeignete Art und Weise, in seinem Leben zu stehen“ plötzlich nicht mehr angemessen und bringt große physische oder psychische Probleme mit sich. Jemand will nun etwas an seinem nicht mehr angemessenen Verhalten ändern, weil dieses ihm Probleme bereitet und er negative Konsequenzen spürt (z. B. Krankheit, Probleme im Beruf oder in der Partnerschaft). Und trotz dieser bewussten Unannehmlichkeiten lässt sich dieses Verhalten nicht abstellen, weil es einfach stärker ist als er – es hat sich schlichtweg jahrelang als biologisch wertvoll erwiesen. Für das Gehirn gibt es keine Veranlassung, diesen bewährten Weg zu verlassen.

Im Laufe des therapeutischen Verfahrens wird dem Betroffenen seine Verhaltensweise, also seine persönliche Art und Weise in seinem Leben zu stehen, aufgezeigt und ihm so ermöglicht, seine jeweiligen Vergnügen bewusst spüren zu können. Er lernt zu verstehen, dass sein Verhalten -und das damit verbundene Vergnügen- eine notwendige Konstruktion für sein Leben war und wird seinen inneren Bildern künftig andere, nicht mehr krank machende Gefühle und Emotionen mit neuen Vergnügen zuordnen können.

Zur Verdeutlichung ein kurzes bio-logisches Beispiel:

Ein wildes Tier findet einen langen und beschwerlichen Weg zu einer Wasserstelle. Es wird sich diesen Weg genau einprägen und sieht keinen Grund, von diesem (beschwerlichen) Weg abzuweichen, da es weiß, dass es nicht verdurstet (= nur überlebt), wenn es diesen Weg zur Wasserstelle nimmt. Das Erreichen der Wasserstelle bereitet ihm das Vergnügen zu überleben.
Von allein würde dieses Tier niemals von diesem Weg abweichen, da es Gefahr laufen würde, die Wasserstelle nicht mehr zu finden und zu verdursten (= nicht zu überleben). Es ist auch nicht in der Lage, über eine Abkürzung oder weniger beschwerlichen Weg nachzudenken. Flieht es jedoch vor einer Gefahr und findet zufällig einen kürzeren Weg zur Wasserstelle, prägt sich biologisch-sinnvoll dieser neue Weg ein. Von nun an wird es den kürzen und leichteren Weg wählen. Biologisch gesehen funktionieren wir Menschen genauso. Auch unser Gehirn sieht keine Veranlassung, vom bekannten und überlebensfähigen Weg abzuweichen.

Lange Rede, kurzer Sinn

Der Ablauf ergibt sich ganz individuell aus Ihrer Symptomatik, denn jedes Symptom bildet sich aus einem anderen zugrunde liegenden Konflikt.

Die Methode des Biologischen Dekodierens erfordert eine intensive Mitarbeit Ihrerseits, die Sie bereits auf eine „besondere Reise“ durch Ihr Leben führt. Sie tragen Informationen

aus Ihrem Leben, Ihrer Vergangenheit und Ihrer Erinnerung der Erlebnisse
sowie aus den Umständen Ihrer Zeugung und Schwangerschaft
als auch aus Ihrem Familiensystem (das sog. „Familienwissen“, Stammbaum, Lebensgeschichten)

zusammen, die wir gemeinsam bio-logisch betrachten, um Ihre „ganz persönliche Art und Weise, Ihr Leben zu leben“ zu analysieren.

Wir fragen uns, wofür es für Sie überlebenswichtig ist, genau so -und keinesfalls anders- durch Ihr Leben zu gehen.

Wir spüren die Konfliktsituationen in Ihrem Leben auf, die diesem speziellen Verhaltensmuster zu Grunde liegen und finden Ihr damit unweigerlich verbundenes unbewusstes „Vergnügen“.

Wir leiten daraus Ihre bis heute notwendigen Reaktionen bio-logisch ab und lösen im Laufe des beschriebenen therapeutischen Verfahrens Ihren Grundkonflikt, damit Sie endlich Ihr Verhalten ändern können – bisher war das offensichtlich unmöglich

Quellen

Viele weitere Informationen und viele Fallbeispiele finden Sie auf der Website meiner Dozentin Frau Angela Frauenkron-Hoffmann, www.biologisches-dekodieren.de

Sie hat außerdem ihr erstes Buch über das Biologische Dekodieren veröffentlicht, das ich jedem Interessierten empfehlen kann. „Ein Handbuch für Eltern“ ist über ISBN 978-3-940063-11-3 fast überall bestellbar.

Der Text zur „Emotionalen Umkehr“ stammt inhaltlich -bis auf das genannte Beispiel- von meiner Dozentin, Frau Angela Frauenkron-Hoffmann, und wurde von mir umformuliert.

Quellen des Biologischen Dekodierens u. a.:
Dr. Bruce Lipton, USA
Dr. Claude Sabbah, Frankreich
Prof. Dr. Joachim Bauer, Prof. Dr. Hüther, Deutschland
Dr. Jean Lerminiaux, Belgien