Systemische Familienaufstellungen sind inzwischen ein anerkanntes

Verfahren, um alte Strukturen sichtbar zu machen. Beim Aufstellen geht es in erster Linie um das Anschauen der Familie und den Platz, den wir selbst eingenommenen haben, um einzelne Situationen in Partnerschaft, im Berufsleben und im Alltag sowie um die eigenen Verhaltensmuster.

Oft sehen wir im Rückblick z. B. die Familie noch so, wie wir es als Kind erlebt und abgespeichert haben. Alles, was wir in der Gegenwart erleben, sehen wir durch unsere “alte Familienbrille” und nicht so, wie es heute wirklich ist.

Wenn wir freier, glücklicher, gesünder werden möchten, können wir uns auf den Weg zu uns selbst machen und gelangen so an unsere eigenen Wurzeln, an unsere Herkunft, an unsere Familie.

Mögliche Themen für eine Aufstellung sind

  • Konflikte mit den eigenen Eltern
  • Probleme in der Paarbeziehung / Sexualität
  • Verwicklungen in Patchworkfamilien
  • Ärger / Dauerstress / Mobbing im Beruf
  • Überforderung, ausbleibender Erfolg
  • Krankheiten / Krankheitssymptome

Wir Menschen sind die Summe unserer bisherigen Erfahrungen und die wichtigsten Erfahrungen machen wir durch Prägungen in frühester Kindheit in unserer Familie. Dort erleben wir die ersten tiefen Beziehungen und sammeln sowohl gute als auch schlechte Erfahrungen, aus denen wir unsere oft unbewussten Verhaltensweisen entwickeln. Viele unserer heutigen Probleme und vermeintlichen Unzulänglichkeiten finden ihre Ursache genau dort.

In gewisser Weise leben wir auch mit den Altlasten früherer Generationen, denn ein Großteil der Probleme, die uns heute berühren, entstand zu einer anderen Zeit und in einem anderen Leben. In jeder Familie gibt es einschneidende Ereignisse und Schicksale, die sich tragisch auswirken können.

Väter, Mütter oder Kinder sterben viel zu früh; Familien fallen auseinander, weil Partner, die sich einstmals liebten, im Hass auseinander gehen; schwere Krankheiten oder Behinderungen belasten eine ganze Familie. Und nicht zuletzt sind es politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Ereignisse, wie Kriege, Vertreibung und Entbehrungen, die die Menschen einer ganzen Generation treffen können.

So ist jede Familie, mit all ihren Mitgliedern und Generationen, ein Sammelbecken vieler solcher einzelner Schicksale. Ein wahrhaft unerschöpfliches Potential, um von vergangenen Störungen unbewusst zu zehren.

In unserer Seele vereinen wir viele Generationen, denn viele Menschen haben dazu beigetragen, dass heute ein Mensch da ist und lebt, und zwar mit all seinen Besonderheiten und Eigenschaften. Denken wir nur daran, dass jeder von uns zwei Eltern hat, vier Großeltern und acht Urgroßeltern, um nur die letzten drei Generationen zu nennen. Das Leben kommt durch viele Personen und von weit her. Und es bewegt sich weiter in jedem, der jetzt hier ist.

Familienaufstellungen sind Beziehungsarbeit. Sie zeigen, wie die Mitglieder einer Familie oder anderer sozialer Gruppen zueinander stehen und können problematische Beziehungen wieder in Ordnung bringen. Denn viele individuelle Schwierigkeiten und zwischenmenschliche Konflikte entstehen nicht durch Charakterschwächen oder Unfähigkeit der Menschen, sondern weil auf der unbewussten Ebene grundlegende soziale Beziehungen gestört sind. Familienaufstellungen decken solche unbewussten Beziehungsmuster in einer Familie auf und lösen sie.

Dieses geschieht entweder im Rahmen einer Gruppenaufstellung durch fremde Menschen, die als reale Stellvertreter fungieren, oder im Rahmen von Einzelsitzungen durch eine Brettaufstellung oder durch eine Einzelaufstellung mit Hilfe sogenannte Bodenanker.

Die Besonderheit meiner Aufstellungen

Eine Familienaufstellung bringt Entlastung auf einer tiefen, seelischen Ebene und eröffnet neue Möglichkeiten und Freiheiten. Und da die Familie ein System ist, in dem alle miteinander verbunden sind, besteht durchaus die Chance, dass eine in Folge einer Familienaufstellung veränderte Einstellung oder ein neues inneres Bild die Struktur nachhaltig verändern kann.

Die Besonderheit meiner Aufstellungen liegt darin, dass ich gelernt habe, sie mit der Kinesiologie zu verbinden und auch mein Wissen aus dem Biologischen Dekodieren fließt automatisch mit ein. So entsteht eine besondere Achtsamkeit und Umsicht dem Aufstellenden und auch den Stellvertretern in ihren Rollen gegenüber, da diese zu jeder Zeit kinesiologisch begleitet und unterstützt werden.

Auch können auftretende Blockaden im Verlauf der Aufstellung durch den Muskeltest identifiziert und sofort kinesiologisch korrigiert werden. Dadurch wird ein Lösen auf tieferliegenden unbewussten Ebenen möglich.

Am Ende einer Aufstellung wird kinesiologisch nachgetestet, ob auf allen Ebenen (der unbewussten, der bewussten und der körperlichen Ebene des Aufstellers) alles für ihn im Rahmen dieser Aufstellung Mögliche getan wurde und ob er noch unbewussten Stress mit dem Lösungsbild hat, der dann durch weitere Korrekturen gelöst werden kann.

Gruppenaufstellung

Seine Familie im Rahmen einer Gruppenaufstellung aufstellen bedeutet, tatsächlich die Mitglieder der Familie in einem Raum aufzustellen. Fremde Menschen fungieren als Stellvertreter der realen Familienmitglieder.

Der Aufstellende platziert diese Stellvertreter intuitiv so im Raum, wie es seinem gefühlten, inneren Bild von seiner Familie entspricht. Wie die Stellvertreter schließlich zueinander stehen, was sie in ihrer Position empfinden, welche Nähe oder Distanz zwischen ihnen ist, deutet bereits an, wie es um die unterschwelligen Beziehungen in der Familie steht. Die Familienaufstellung bildet auf einen Blick das ganze Familiensystem und die verborgenen Verstrickungen zwischen seinen Mitgliedern ab. Schon das erste Bild einer Familienaufstellung zeigt meist schon, wo die Ursache des Problems liegt.

Das Aufstellungsbild entwickelt eine eigene Dynamik, nämlich die Dynamik des aufgestellten Systems. Durch das sog. morphogenetische Feld, auch das „wissende Feld“ genannt, bekommen die Stellvertreter in ihrer jeweiligen Position und Rolle in der Aufstellung Zugang zu Empfindungen und Gefühlen der Personen, die sie darstellen und drücken diese Gefühle aus.

Dadurch, dass die Stellvertreter die für die Familie typischen problematischen Muster reproduzieren, wird sichtbar, wo der tieferliegende Konflikt einer Familie liegt, der in der Gegenwart wirkt.

Im Verlauf der Familienaufstellung werden die Beziehungen im System korrigiert. Zuständigkeiten zwischen Eltern und Kindern werden geklärt, ausgeschlossene oder vergessene Familienmitglieder erhalten den ihnen zustehenden Platz in der Familie zurück, übernommene Gefühle und unbewusste Aufträge werden demjenigen zurückgegeben, von dem sie übernommen wurden und auch Verstorbene werden verabschiedet.

So wird das ursprüngliche Bild einer Familienaufstellung allmählich umgestellt und verändert und wandelt sich in diesem Prozess von einem Problem- in ein Lösungsbild.

Der Aufstellende bekommt die Möglichkeit, das innere Erleben in seiner Familie von außen zu betrachten und erfährt etwas über sich, das sonst nur schwer zugänglich ist.

Systemische Gruppenaufstellungen werden von mir im Team mit meiner Kollegin Christine Gersthofer in Bremen durchgeführt. Nähere Informationen hierzu finden Sie unter „for you„.

Brettaufstellung

Seine Familie im Rahmen einer Brettaufstellung in Einzelarbeit aufstellen bedeutet, die Mitglieder der Familie auf einem Brett aufzustellen. Hierbei werden Spielfiguren als Stellvertreter der realen Familienmitglieder benutzt.

Der Ablauf ist vergleichbar mit der Gruppenaufstellung, der Aufstellende stellt auch die Spielfiguren in seinem Erleben auf das Brett.

Der Aufstellungsleiter fühlt sich in die jeweiligen Figuren hinein, um Zugang zu Empfindungen und Gefühlen der Personen zu erhalten und auszudrücken.

Familienaufstellungen mit Bodenankern

Seine Familie im Rahmen einer Aufstellung mit Bodenankern aufstellen bedeutet, die Mitglieder der Familie in einem großen Raum aufzustellen. Es werden Pappscheiben, auf denen die Blickrichtung ersichtlich ist, als Platz für die Stellvertreter der realen Familienmitglieder verwendet.

Es ist praktisch eine Kombination aus einer Gruppenaufstellung und einer Brettaufstellung. Der Aufstellende legt die Bodenanker in seinem Erleben auf den Boden, der Aufstellungsleiter betritt diese Bodenanker und fühlt sich in die jeweiligen „Plätze“ hinein.

Auch hier drückt er stellvertretend wieder die Empfindungen und Gefühle aus. Zudem hat der Aufstellende selbst die Möglichkeit, sich auf seinen eigenen Bodenanker zu stellen und zu fühlen, wie das Erleben im Laufe der Aufstellung ist und wie es sich bereits verändert.